Auf der Suche nach dem Namenswechsel russischer Städte nach der Revolution und wieder nach 1990 (exakt am Beispiel Jekaterinburg durchgeführt) stellte ich mit Erstaunen fest, dass unser ältestes Familien-Lexikon aus den Jahren 1926/27 stammt. Geradezu ehrfürchtig las ich (da nahe des «Je» gelegen) den Artikel zum Judentum und betrachtete Fotos von Synagogen, die es schon zehn Jahre später nicht mehr gab. Die Zeit ist ein so zerbrechliches Ding, und unser Erinnerungsvermögen ist so beschränkt. Man sollte sofort in den Ruhestand treten können und einfach noch lesen, lesen, lesen und besser verstehen.
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant