Eine Swimmy-Kirche

Mir wohlgesinnte Kolleginnen erzählen mir, ich sei wegen meines Kommentars hier zu den Mottos der Erstkommunionfeiern in gewissen Kreisen zurzeit eine Art «Unperson». Ich sehe, dass ich da in ein real existierendes Wespennest getreten bin, und dass dessen Ausräucherung ein schwieriges Unterfangen ist.
Da kommt mir ein Kommentar, den Eduard Nagel vor einigen Jahren in der Zeitschtift «gd in der praxis» geschrieben hat, in die Finger. Hart formulierte er damals gegen ähnliche Kritik wie folgt: «Fast immer wird die eigentliche christliche Botschaft, die angeblich durch sie (Geschichten) vermittelt werden soll, gerade nicht getroffen.» Und: «Viele bieten nicht mehr als eine sehr einfache Moral oder Einsichten, die der Volksmund in Sprichwörtern auszudrücken pflegt.»
So hart wie Herr Nagel (der dies am Motto Swimmy dann explizit ausführt) will ich nicht urteilen. Irgendein Familiengottesdienst oder eine Chinderfiir kann auch einmal ein nicht biblisches profanes Motto haben, why not? Solange das nicht die Regel wird. Und solange nicht die wichtigen zentralen biblischen Mottos von Feiern wie Erstkommunion, Versöhnung und Firmung verdrängt werden.

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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