Passendes Zitat

«Wer im Neuen Testament den dogmatisierten Christus sucht, lese Ratzinger, wer den Jesus der Geschichte und der urchristlichen Verkündigung, lese Küng.»
Soweit klar. Und auch korrekt. Das Problem ist nur, dass das Christentum die Weltreligion ist, die auf der nachösterlichen Botschaft vom Auferstandenen, also vom Christus, wie sie von der frühen Gemeinde verkündet und in die Welt getragen wurde, basiert und gerade nicht auf der apokalyptischen Botschaft des Wanderpredigers Jesus aus Nazareth. Der Satz von Loisy stimmt eben immer noch, egal ob er uns (Küng, Ratzinger) passt.
Darum ist nur eine Synthese intellektuell-logisch verantwortbar, eben: Jesus, der Christus. Und darum eben: Küng (und die vielen vorzüglichen Exegeten, die seinem Buch zugrunde liegen) und Ratzinger. Man(n) höre auf, die beiden Sichten gegeneinander auszuspielen. Das wäre nun wirklich unverantwortlich!

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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