Definition

In den neusten «Neue Wege» (4/2012, S.101f) gefunden bei Thomas Staubli:
«Fundamentalismus hat im Christentum keinen Platz. Lassen Sie mich das an dieser Stelle auch kurz aus christlicher Sicht theologisch begründen. Wir glauben an den dreifaltigen Gott. Für Muslime/innen ist das sehr schwer verständlich. Sie glauben, dass wir Gott zwei weitere Götter beigesellen. Dem ist nicht so. Wir gesellen nichts bei, sondern wir glauben – wie der Berner Pfarrer und Dichter Kurt Marti es treffend formuliert – an die gesellige Gottheit. An einen Gott, der kein Monopolist ist, kein Monarch, der nur sich und seinen Clan duldet, sondern der schon in sich Mehrstimmigkeit, Diskurs, Demokratie, Beziehung, Liebe ist. An eine Schöpferkraft, die sich deshalb an Menschen freut, die diese Vielstimmigkeit, das Aufeinander-Hören pflegen, weil sie gerade mit dieser Eigenschaft erst zu wahren, lebendigen Abbildern Gottes werden.»

Heinz Angehrn

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