Säulenheilige und Wüstenväter

Der Gedenktag des heiligen Antonius öffnet jedes Jahr wieder die Augen für eine ganz spezielle Form der Jesus-Nachfolge. Weg aus den lauten Städten, weg vom Alltagsgeschwätz, raus aus dem Konsummaterialismus, hinein in die gähnende Leere und Stille der Wüste, wo nichts als die inneren Dämonen hausen.
Eigentlich die Umkehr des mutigen Weges, den Josef Knecht, der Magister ludi, geht, und den er mit einem eiskalten Herztod bezahlt. Die Wüstenheiligen zahlen mit dem Kampf mit inneren Feuerhunden. Alles eine Frage der eignen Charismen.
Besonders aber: St.Gallen, Stadt, Kanton, Bistum – heute ein recht lauter Ort (man denke nur an das fürchterliche Stadion) – verdankt seine Existenz einem solchen Weltflüchter.

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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