Zwar war’s im Tessin an diesem Wochenende nicht nur hochnebelartig bedeckt, sondern politisch auch zappenduster (die Angst vor Italien blendet die jungen Ticinesi noch mehr als die vor unserem nördlichen Nachbarn unsere Zucchin), doch der Rest der Schweiz hat sich etwas aufgeklart, und der «Steinzeit-Kandidat» ist wohl – weil auf zweitem Nachrutschplatz befindlich – endgültig entsorgt. Nun braucht nur noch der «Kandidat des letzten Jahrhunderts» heute ein Einsehen zu zeigen und damit so den Melcher aus dem Toggenburg verhindern helfen.
Aber trotzdem: Anders als vor vier Jahren brauche ich mich als St.Galler nicht mehr so fest zu schämen. Schlimm bleibt’s alleweil mit vier von zwölf Sitzen für die Eingebräunten. Aber nicht mehr so schlimm wie mit fünf und (nach dem feigen Übertritt des Herrn aus Rorschach) sechs Sitzen. Und dass der Hühnerhalter und Milchverwerter aus Vilters durch Margrit Kessler ersetzt wird, ist schon eine herrliche und erfrischende Pointe!
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant