Zum Schluss (was man angezettelt hat, sollte man ordentlich beenden):
Die erste Firmung nach der neuen Ordnung (Firmung in dem Jahr, in dem man 18 Jahre alt wird, oder später) fand in einem feierlichen Gottesdienst mit Bischof Markus letzten Samstag in unserer Kirche statt. 35 junge Erwachsene liessen sich firmen; jede/r hatte eine/n Firmpaten/in dabei, der ihm/ihr die Hand auf die Schulter legte. Der Diözesanbischof war in Form und fand gute Worte.
Der Gottesdienst dauert lange, fast zwei Stunden, aber am Schluss war ich deutlich zufriedener, als ich eigentlich gedacht hatte. Im Vergleich zu Hochzeitsgottesdiensten, bei denen ich manchmal das Gefühl hatte und habe, dass wir (sprich: Religion, Kirche und ich als Vertreter) nur als Dekoration missbraucht werden, war eine beachtlich hohe Atmosphäre der Sammlung, des Interesses und der Spiritualität spürbar. Den jungen Erwachsenen, wenn sie auch nicht gerade heftig mitsangen und man ihnen eine längere Absenz von der Liturgieteilnahme auch anmerkte, war es in der ganz grossen Mehrheit ernst mit ihrem Entscheid. Ich verliess Kirche und Gottesdienst als Beschenkter.
Ein Modell für eine längere mittlere Zukunft.
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant