Von solchen Gedanken geradezu enthusiastisch begleitet, erreichte er die Bahn, gab das Paket Fleisch samt Retourgeld an der Kasse ab und wartete, was nun kommen könnte. Vielleicht gibt’s einfach einen Fünfziger Trinkgeld, so murmelte sein Verstand noch, doch da sagte die Dame hinterm Glas die Worte, die er hören wollte: «Danke! Du darfst einmal mit der Bahn fahren.» Jubel und Triumph erfüllten Ingos Geist, begeistert tat er die ersten Schritte hin zur Bahn, wartete, bis der Arbeiter, der die Wägelchen jeweils anschob, von der Chefin gerufen wurde. Immer noch war kaum Volk auf dem Platz zu sehen, was ihn nun reute, hätte er doch gerne Zuschauer bei seiner anstehenden Heldentat gehabt. Doch vertrieb der kühle, unendlich nasse, für seine Heimatstadt so typische Frühlingsregen das Publikum. Er setze sich in eines der Teufels-Wägelchen und wartete, was da nun kommen würde.
Heinz Angehrn
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