Eben gelesen:
Josef Kentenich, Pater und Gründer der Schönstatt-Bewegung, in einem Vortrag, 1952 im vom Vatikan verordneten Exil in Brasilien gehalten und stark und hart im Rückblick auf die Erfahrungen der NS-Zeit formuliert:
«Jetzt müssen Sie einmal den so geformten, gewordenen Massenmenschen ansehen, um sein Gesicht klar zu sehen. Sobald der Mensch in der Masse auftritt, verliert er die Fähigkeit, sich selber zu entscheiden, sich selber zu führen. Da hat er das Bedürfnis, von der Masse, von der Suggestion der Masse sich führen zu lassen, und weil der ‘Führer’ als Exponent der Masse gilt, deswegen auch die vollendete Abhängigkeit von einem derartigen Führertum.»
und einige Sätze später sagt Kentenich: «Es gibt auch im katholischen Lager Massenmenschen. Wo liegt der psychologische Grund? Ansammlungen von vielen Menschen, von Massen, bedingen den Massenmenschen.»
Aus diesem aus diesem Munde stammenden Zitate möchte ich einige Conclusiones ziehen. «Ad Kentenich-Massenmensch» sollen sie heissen.
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant