«Solidarität mit den ‘Sündern’ setzt voraus, die Sünde in den eigenen Reihen ernst zu nehmen. Selbstgerechter moralischer Rigorismus steht der Kirche nicht gut an. Die Kirche kann nicht Versöhnung mit Gott predigen, ohne selbst in ihrem eigenen Handeln die Voraussetzung zur Versöhnung mit denen zu schaffen, an denen sie schuldig geworden ist: durch Gewalt, durch die Vorenthaltung von Recht, durch die Verkehrung der biblischen Freiheitsbotschaft in eine rigorose Moral ohne Barmherzigkeit.»
Ja, wir haben (von Johannes Paul II., dem bald Seligen) schon einige wichtige Entschuldigungen gehört. Aber, wie hier immer wieder eingefordert, sind noch viel mehr fällig: gegenüber geschiedenen und wiederverheirateten Menschen, gegenüber gleichgeschlechtlich fühlenden und lebenden Menschen und vor allem gegenüber allen Frauen. Wann kommen diese Entschuldigungen, Benedetto?
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant