«Christliche Gemeinden sollen Orte sein, an denen Menschen geistliche und materielle Güter miteinander teilen. Aber gegenwärtig erodiert das gemeindliche Leben. Unter dem Druck des Priestermangels werden immer größere Verwaltungseinheiten – «XXL-Pfarren» – konstruiert, in denen Nähe und Zugehörigkeit kaum mehr erfahren werden können. Historische Identitäten und gewachsene soziale Netze werden aufgegeben. Priester werden «verheizt» und brennen aus. Gläubige bleiben fern, wenn ihnen nicht zugetraut wird, Mitverantwortung zu übernehmen und sich in demokratischeren Strukturen an der Leitung ihrer Gemeinde zu beteiligen. Das kirchliche Amt muss dem Leben der Gemeinden dienen – nicht umgekehrt. Die Kirche braucht auch verheiratete Priester und Frauen im kirchlichen Amt.»
Als Verantwortlicher für den Aufbau einer nur mittelgrossen XXL-Struktur und als Diözesanpriester kann ich das hier Gesagte aus eigener Erfahrung und Anschauung nur mehrfach unterstreichen und unterschreiben!
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant