«Elitär»

Waren die ersten beiden Adjektive eine wilde Mischung aus erlogen und absurd, so trifft das dritte nun aber voll ins Herz, sowohl ins Herz der wackeren Zottel-Kämpen (und der wenigen aktiven Kämpinnen) wie auch des hier Schreibenden.
Ja, das ist eine Eigenschaft, die unsere NSVAP wahrlich bekämpft. Da sind die Herren der St.Galler Kantonalpartei, die so toll formulierten, voll auf Kurs (die Kollegen aus Baselland und Appenzell-Ausserrhoden haben eben wacker ähnlich gewirkt). Jodel und Kuhglocken-Geschepper, das ist gut, das fördert Moral und Gemeinschaftssinn. Etwas knapp am schönen Klang vorbeischrammender Chorgesang und Bläserklang, Beresinalied und Bundesrat-Blocher-Marsch (den hat es damals sicher gegeben), das stärkt die patriotischen Gefühle und macht wehrhaft gegen Linke, Nette, Schwule, Scheininvalide, Kriminelle und vor allem gegen alle anderen europäischen Staaten.
Denn mit «elitär» meinen die Herren so etwa:- Aufführungen von «Faust», «Hamlet», «Andorra», «Der eingebildete Kranke», «Heldenplatz» und so fort,- Aufführungen von «Rigoletto», «Die Zauberflöte», «Salome», «Cenerentola» und so fort,- Aufführungen der Neunten von Beethoven, Dvorak, Bruckner und so fort,- Filmfestivals- überhaupt alles, was so elitär-asoziale Typen wie de Weck und Angehrn lieben …
Weg mit der Kultur, weg mit der Schönheit, weg mit der ästhetischen Perfektion,hinein den braun-dumpfen faschistoiden Alltags-Trott.Bravo!

Heinz Angehrn

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