In memoriam Teil III

Kurzer Break in Sachen persönlicher Erinnerung und etwas Einschub von einigen, nur wirr geordneten Gedanken zum Komplex, um den es hier geht: Pflichtzölibat – Zölibat – Ehelosigkeit – Keuschheit – Enthaltsamkeit.
Erste These: Priester versprechen Ehelosigkeit, nicht mehr. Keuschheit/Enthaltsamkeit als eines der drei Gelübde versprechen und leben Ordensleute.
Hinterhältige Begründung der These: Mutter Kirche braucht genug Priester. Es gibt aber zu wenig junge Männer, die Keuschheit versprechen und (!!!) sie dann auch leben würden, um den Bedarf zu decken. Der Mann per se ist ein recht triebhaftes Wesen. Man(n) begnügt sich deshalb mit dem Versprechen, dass diese Priester sich nicht verehelichen dürfen/sollen.
Boshafter Nachsatz zur Begründung: Darum führten die Diözesen Bayerns eigene Unterstützungskassen für die nicht anerkannten Kinder ihrer Pfarrer.
Zweite These: In den Jahren zwischen 1970 und 1980 war die Hauptbegründung für das mit dem Zölibat verbundene Versprechen der Ehelosigkeit die Verfügbarkeit des Priesters.
Kommentar zu der These (auch als direkt Betroffener): Das stimmt. Ja, ohne Frau und Kinder im Haus war/bin ich effektiv «verfügbarer».
Anfrage: Meinte Jesus von Nazareth mit seinen radikalen Nachfolge-Forderungen solche Verfügbarkeit?

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

https://www.blogs-kath.ch/in-memoriam-teil-iii/