Vor 30 (dreissig! wirklich, so alt wird man) Jahren wurde ich zum Diakon geweiht. Vieles davon ist sehr lang und so lang her, dass ich hier bis Weihnachten in einer kleinen Gedenkreihe Erinnerungen aufrufe und erzähle. Ich tue dies auch darum sehr gern, weil zu jenen Zeiten (wir sprechen vom seligen Jahr 1980) kein spezielles kirchliches oder auch kirchenrechtlich-moralisches Ritual in Sachen Pflichtzölibat stattfand. So muss wohl die causa Pflichtzölibat Bestandteil der gesamten Weihezeremonie gewesen sein, wenn ich mich auch nicht im Geringsten (Freud hin oder her) an irgendein derartiges Versprechen meinerseits erinnere. Und an die zum Gehorsam dem Chef gegenüber und zu einem anständig-christlichen Lebenswandel erinnere ich mich wohl!
So möchte ich (in Anwesenheit der Bibel, die ich damals erhielt) diese Tage und ihre Hauptakteure, die da sind:- der Schreibende als damals zu Weihender,- Bischof Otmar Mäder als Weihespender,- Regens Alfons Klingl als Verantwortlicher für den Vorgang,- und meine Eltern als Direktbetroffene (da bei einem Einzelkind jeder Chance zum Grossmutter/vater-Sein beraubt)Revue passieren lassen. Ich verspreche hochmöglichste Annäherung an die damals gültige Wahrheit bei aber bleibendem Ihnen/Euch bekanntem Erzählstil.
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant