Auszug aus David Bergers eben erschienenem Buch «Der heilige Schein. Als schwuler Theologe in der Katholischen Kirche»:
Dazu gehörten schwule Klerikerszenen, «wo Sexualität ausschließlich an anonymen Orten und mit wechselnden Geschlechtspartnern ausgelebt wird. Durch dieses flüchtig-anonyme Sexualleben sind die Betreffenden von Seiten ihres Bischofs weniger angreifbar als Geistliche, die versuchen, in einer langfristigen Beziehung mit einem anderen Mann zu leben, was sich auf Dauer kaum verstecken lässt. Im Grunde genommen sind die Regeln der heiligen Scheinwelt des Katholizismus auf diesem Gebiet ungewollt darauf angelegt, polygamen, anonymen (oft auch ungeschützten) Sex mit all seinen Risiken für die seelische und körperliche Gesundheit zu fördern und dauerhafte Beziehungen zu verhindern.»
Versteht Ihr nun, verstehen Sie nun, warum Benedetto (von mir in privatestem Kreis auch TB genannt) sagt:
«Es mag begründete Einzelfälle geben, etwa wenn ein Prostituierter ein Kondom verwendet, wo dies ein erster Schritt zu einer Moralisierung sein kann, ein erstes Stück Verantwortung, um wieder ein Bewußtsein dafür zu entwickeln, daß nicht alles gestattet ist und man nicht alles tun kann, was man will»
Horribile auditu et dictu!
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
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