Qed an anderem exemplum

Die Räte des Bistums St.Gallen, von der Wermuthschen Verve befallen, schreiben zur Abstimmung:
«… dass die politische Debatte um die Ausschaffungsinitiative und deren Gegenvorschlag einmal mehr von Fremdenangst und Vorurteilen geprägt sei. Die Initiative wie auch der Gegenvorschlag unterstellten, es sei heute nicht hinreichend möglich, kriminelle Ausländer des Landes zu verweisen. Zwar gilt es, die Ängste der Bevölkerung beim Stichwort Ausländerkriminalität ernst zu nehmen und keinesfalls klein zu reden. Dennoch dürfen Pauschalisierungen und Vorurteile nicht mit Argumenten verwechselt werden. …»Die Räte berufen sich auf christliche Werte wie Gleichberechtigung, Gastfreundschaft und Nächstenliebe. Diese müssten politische Entscheide begleiten, auch wenn die hochzuhalten nicht bedeute, sich in einer falsch verstandenen Toleranz ausnützen zu lassen. «Gerade bei so emotional geführten Debatten wie der vorliegenden ist eine differenzierte Sicht von Nöten.»
Gut so, auch hier die reine Lehre. Nur: Total naiv, realitätsfremd und kontraproduktiv. Die Initiative wird ähnlich deutlich angenommen werden wie das Minarettsverbot. Genau «dank» solcher Stellungnahmen.

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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