Die Faschos lauern in verschiedenen Ecken

Auch dies wieder einmal: Es gibt einen politischen Neofaschismus und einen religiösen Faschismus in der Jetztzeit. (Natürlich lässt sich nichts mehr exakt mit der Zeit zwischen den Kriegen vergleichen. UNO und Menschenrechtserklärung haben höhere ethische Minimalforderungen geschaffen. Gottseidank! Aber genau gegen das Formulieren solcher Ziele wettern die Vertreter der genannten Gruppen.)
Die beiden Faschismen sind zum Teil sich ausschliessend, aber zum Teil auch deckungsgleich in Argumentationsstrukturen und Menschenbild. Gemeinsam ist ihnen, dass sie das Individuum einer (klerikal-monarchisch oder diktatorisch-oligarchisch geprägten) starken Führung unterstellen wollen, statt es zur eigener Entfaltung zu fördern. Gesellschaftliche Minderheiten, die sich einem solchen Vorgehen per se (aus historischen Gründen oder aus Gründen des Kampfes um Anerkennung) verweigern, sind ihnen ein Dorn im Auge und werden beschimpft, wenn nicht gar bedrängt.

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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