Die zwei Millionen gibt es nicht

Für Nicht-St.Galler, die hier lesen: Das Stadtparlament hat zwar wohl nicht auf mein dringendes Bitten geachtet, aber trotzdem die richtige Entscheidung gefällt:Das mafiöse Gebilde zwischen Verantwortlichen, die in drei miteinander kunstvoll, weil undurchsichtig verhängten Trägerschaften Gelder abrahmen, und einem Fussballclub, der mitträgt zur Unanständigkeit in der Frage von Entlöhnungen junger Menschen und der nicht bereit ist, die vollen Kosten für den Aufwand von Polizei und Ordnungskräften auf die Billetts der jungen Pöbelherren zu überwälzen (wenn das einen Teenie 50 Franken kostet, würde er sich überlegen, ob er Steine schmeisst oder sich pyromanisch betätigt!), erhält keine zwei Millionen aus den Steuern der Stadtbewohner.
Ausser bei der CVP gab es bei allen Parteien eine Mehrheit gegen diesen Unsinn. Spannend wie die Partei, die sich eigentlich dafür einsetzen sollte, dass Familien mit mehreren Kindern steuerlich entlastet werden, im Detail argumentierte: Sie wolle zwar Ja stimmen, die Vorlage aber sogleich dem Ratsreferendum unterstellen, dies natürlich im Wissen, dass sie im Volk zurzeit keine Chance hätte. Was sollte das wohl? Zuviele CVP-Mitglieder, die in die oben genannten mafiösen Strukturen verhängt sind?
Und (um das nur klar zu stellen): Ich war als Teenie selber FCSG-Fan und besuchte zwei Saisons lang die Spiele (sie stiegen gerade wieder einmal auf). Das waren aber anständige Zeiten, was die Löhne und die Ordnung betraf.

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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