Was in Savognin endete XI

Es muss allerdings eingestanden werden, dass diese aus Ingos Sicht «grosse» Wanderung für die anderen, zumindest für Johannes, eine eher «übergrosse» war. Denn an den Septimerpass, den schon die alten Römer zwischen Oberhalbstein und Bergell überquert hatten, hatte Ingo in vorsorglicher Planung gleich noch die «Via Bregaglia», den Höhenweg durchs ganze Bergell, angehängt. Es ward so aus einer Tagestour eine quasi verdoppelte. Und so rettete nur ein kleiner Wasserfall, unter den Johannes nach etwa fünf Stunden seinen hochroten Kopf steckte, das Bistum vor dem frühzeitigen Abgang eines verdienten Klerikers. Aber wenigstens waren für mehr als sechs Stunden wieder Ruhe und Zufriedenheit eingekehrt. Das Thema Armin war abwesend, Steinböcke und Bergdohlen dafür anwesend, und der Süden lockte mit seiner Wärme. Und schliesslich war selbst Ingo dankbar, dass da am Ende der Welt ein Auto stand, dass sie alle – nun wieder schweigsam vereint – über die Pässe zurücktuckerte.

Heinz Angehrn

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