Was in Savognin endete X

Und dann kam der Montag, kam das Auto mit den Dreien, drang Hella in die Küche ein und missbilligte Ingos Anregungen, wo man was kaufen und wann man was kochen könnte, von Anbeginn. Auch war Hella Anhängerin der Gruppe der viel Fleisch Kochenden und viel Fleisch Konsumierenden und war sich in dieser Frage mit Adrian überaus einig. Es drang also auch Adrian in die Wohnung ein, schmauchte seine Pfeife und entpuppte sich noch mehr als in den Vormonaten als Abendmensch, Morgenmuffel und Nicht-Wanderer. Ingos Vorschläge, welche Pässe und Gipfel erklommen werden könnten, wehrte er mit dem stets selben Argument ab, dass er nicht so früh aufstehen mochte. Ingo überlegte sich gelegentlich, zu welcher Zeit in Adrians Gemeinschaft wohl die Laudes gebetet wurde, hier in Savognin auf jeden Fall war das spät der Fall. Und die einzige grosse Wanderung verlief dergestalt, dass nur gerade Tobias, Johannes und Ingo wanderten, während Adrian und Hella mit dem Auto über die Pässe tuckerten und sich in der Sonne räkelten, während die Wanderer verschwitzt eintrafen.

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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