Diözesanwallfahrt

Gestern war die Wallfahrt der Diözese von Stockholm nach Vadstena angesagt. Eine kleine Truppe vom Newmaninstitut machte sich ebenfalls auf den Weg. Das Programm sah vor, dass ab 10 h ein kleiner «Markt der Möglichkeiten» angeboten wurde. Wir wollten dort das Newmaninstitut, die Zeitschrift Signum (www.signum.se) und den Jesuitenorden vorstellen. Da Uppsala nicht gerade neben Vadstena liegt, mussten wir bereits sehr früh aufbrechen. Beim Verladen des Materials vermissten wir das Bild des Hl. Ignatius. Nach gut jesuitischer Manier wollten die Mitbrüder nicht ohne dieses Bild aufbrechen. Stellte sich also kurzfristig die Frage: Wie der Hl. Ignatius wieder gefunden werden konnte. Es sei möglich, meinte der eine, dass er das Bild mit nach Haus genommen hätte…er sei allerdings nicht mehr sicher … Also machten wir noch den kleinen Umweg bei der Kommunität vorbei, um den Hl. Ignatius aufzuspüren. Eine Fürbitte zum Heiligen Antonius schien uns angebracht, obwohl wir nicht sicher waren, ob dieser auch für den Hl. Ignatius zuständig ist….Und es klappte, der Mitbruder kam freudestrahlend mit dem Hl.Ignatius aus seinem Zimmer zurück. Nun konnten wir getrost nach Vadstena aufbrechen.
Das Wallfahrtsprogramm sah ab 10 h den Markt der Möglichkeiten vor, der sich über einen regen Zulauf freuen konnte. So versuchten auch wir unsere Zeitschriften und Infos an den Mann und an die Frau zu bringen. Um 12 h war der Wallfahrtsgottesdienst mit Bischof Anders angesagt. Das Wetter zeigte sich von der sonnigen Seite. Der Freiluftgottesdienst vereinigte ein grosse Schar von Katholiken aus dem ganzen Land. Einmal mehr konnte man sehen, wie bunt und multikulturell die katholische Kirche in Schweden ist. Grosse Freude hatte ich als die zweite Lesung auf Arabisch vorgetragen wurde. Ein Blick in die Menge zeigte eine bunte, junge und begeisterte Gemeinschaft.
Anschliessend an den Gottesdienst setzte man sich in Gruppen zusammen, um das mitgebrachte Picknick zu essen. Manch schöner Kontakt hat sich dabei ergeben. Der Tag fand seinen Abschluss mit dem Gebet in der Birgittenkirche, eucharistische Prozession in die alte Klosterkirche und eucharistischem Segen.Für manche Katholikin und manchen Katholiken muss es eine gute Erfahrung gewesen sein, soviele Gleichgesinnte zu treffen, besonders dann, wenn sie aus den entfernten Teilen des Landes angereist sind, wo es kaum Katholiken gibt.

Sibylle Hardegger

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