Von Herzen kommende Ehrlichkeit

Einer der vier Piusbrüder-Bischöfe (Alfonso de Galarreta) äussert sich in aller Öffentlichkeit wie folgt (ausnahmsweise ein äusserst anständiges kreuz.neth-Zitat):
«Die Probleme sieht der Bischof in den Neuerungen, die von liberalen, neomodernistischen Prinzipien inspiriert sind – «zum Beispiel die Religionsfreiheit, die Gewissensfreiheit, der Ökumenismus, der Demokratismus, der in die Kirche eingedrungen ist.» Der Bischof zitiert die Vorstellung einer «Kirche als Gemeinschaft», «Kirche als Gottesvolk» und die Kollegialität, welche die Autorität des Papstes und der Bischöfe einschränke. Insgesamt sieht er das Problem in der antropozentrischen Wende, im Humanismus und Personalismus, die in die Kirche eingedrungen sind und dort eine «kopernikanische Revolution» verursacht haben.»
Viel klarer kann gar nicht aufgezeigt werden, dass diese Gemeinschaft gar keine Versöhnung mit der Neuzeit und auch nicht mit der Kirche will, sondern nur einen Weg kennt: Back to the Middle Ages.Und in überraschend klarer Weise wird uns klar, welches die Dogmen sind, die das eigentlich «dogmenfreie» Zweite Vaticanum verkündet hat: Die Anerkennung von Religions- und Gewissensfreiheit, das Bekenntnis zum ökumenischen Dialog und Weg und ein neues Verständnis von Kirche. Danke, Herr Alfonso de Galarreta!

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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