«Glaubenskrise und Seelsorgskrise. Wie geht es mit der Seelsorge weiter?», so das Thema der diesjährigen Sommerakademie in Aigen. Uns muss/will interessieren, wie die Neokonservativen mit dem Thema umgehen. Es werden Referate gehalten, und es werden Gottesdienste gefeiert. Auch die sind spannender Natur: Morgens 07.30 Uhr wird jeweils die «Hl.Messe im ausserordentlichen Ritus» gefeiert, abends 18.00 Uhr und zum Schluss der Tagung die «Hl.Messe» (nehme an im noch «ordentlichen Ritus»). Die Predigt am zweiten Tag hält, wer wohl, der Churer Diözesanbischof! Ein Referat gilt auch den neuen kirchlichen Organisationsformen, wie mit dem Priestermangel umgegangen wird.
Einige Netzwerke werden mittel durchschaubar, der Wunsch des ehemaligen Gastes an einer der früheren Tagungen, der nun zum höchsten Chef aufgestiegen ist, wird irgendwie erkennbar: Mittelfristige Vereinigung aller kirchlichen Rechtskreise (auch der noch Ausgeschlossenen) und vereinter Kampf gegen die katholisch (Konzils)Liberalen und deren Strukturen. Ein Hauptkampf wird gegen das Schweizer Landeskirchen-System geführt werden (Greetings to Mr. R.K.Linne, enjoy your reading! I, from my point of view, enjoy my game.).
Wie es mit der Seelsorge weiter geht? Ich unterstelle, dass der Churer Bischof und seine geistige Umgebung andere Vorstellungen als der hier Schreibende haben. Ich frage mich, wie sich die Bischöfe Markus und Kurt dazu stellen werden/würden, wenn es hart auf hart ginge.
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant