Jean-Marie Vianney

Kann der Pfarrer von Ars uns Menschen und Theologen/innen im Westen des 21.Jhs. eine Hilfe sein für unser Verständnis von Amt, Priesterum und gelebter Seelsorge?
Im Blick auf seine ganz spezielle Biographie möchte ich ein relativ unfreundlich-grobes und bewusst provokatives Nein aussprechen und dies knapp begründen:
a) Was unsere Welt dringend braucht, sind gut allgemeingebildete, gut theologisch ausgebildete und des Dialogs mit allen möglichen und unmöglichen Geisteshaltungen mächtige Seelsorgende.
b) Was die Eucharistiegemeinschaften unseres Landes und unseres Kontinents brauchen, sind Priester, die mit ihrer Predigt auch logisch-argumentatorisch ankommen und nicht als «out of the world» empfunden werden.
c) Was wir kaum brauchen können, sind «Säulenheilige» und «Wüstenväter» in den Pfarreien. Dieses Charisma gab/gibt es in der Kirche, und es soll in ganz speziellen Ordensgemeinschaften gelebt werden können. Aber wir brauchen welt-offene Menschen in der Seelsorge.

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

https://www.blogs-kath.ch/jean-marie-vianney/