Ich habe mir die Rede in Yad Vaschem sehr genau angesehen und angehört. Und ich erkläre mich für nicht befriedigt. Wenn von dem Kirchenmann, der die Annäherung an die Piusbruderschaft und damit auch an ihr generell restauratives Gedankengut letztendlich zu verantworten hat, an diesem Ort und vor dem Hintergrund der Ereignisse der letzten Monate weder Worte im Sinne von:- «Ich/Wir entschuldige/n mich/uns …»noch- «Ich/Wir bitten um Verzeihung ….»zu hören sind, sondern nur eine edle spirituelle Meditation über Abraham, Jakob, Abel und die Opfer der Schoah, deren Namen nie vergessen werden sollen und die gewiss sein dürfen, dass die Kirche ihrer immer gedenkt, dann war das für micha) zu wenig,b) die historische Wahrheit bewusst abschwächendc) und damit enttäuschend.
Ich hatte mir vorgenommen, Benedikt im Hochgebet wieder zu erwähnen, wenn mich die Rede überzeugt. Ich werde es weiterhin nicht tun.
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant