Es ist ein Elend: Da treten zumindest bei den Herren mit Jonas Kaufmann und Thomas Hampson zwei absolute Schwergewichte ihrer Stimmlagen auf (über Emily Magee als gereifte Diva kann man mehr diskutieren, aber natürlich ist auch die Stimme in Ordnung), alles wäre also bereit für ein grosses Opernerlebnis, und da lässt man Robert Carsen an der Tosca herumzerren und basteln, bis die Oper ihren naturalistischen Touch verliert.
Unfug, Unfug, Unfug, geehrter Herr Carsen. Mit «Lucia» und «Traviata» etwa können sie noch solche Spiele treiben, alles ins rumänische Grau oder in den laubentleerten Wald verlegen, aber nicht hier. Alles andere als Sant Andrea della Valle, Palazzo Farnese und Castel Sant’Angelo ist Verrat an dieser Oper.
Shame on you!
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant