Heisse Themen der Klimaseniorinnen

Trop Chaud …

… zu heiss, ist der Filmtitel zur filmischen Reportage über die Klimaseniorinnen.

Der Film erzählt vom beispiellosen Kräftemessen zwischen einer Gruppierung älterer Bürgerinnen und der Schweizer Regierung, das letztlich vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zugunsten der Klägerinnen ausgeht. – Eine beispiellose Geschichte aus der Gegenwart vom kollektiven Wunsch nach Gerechtigkeit.

Am 29. März 2023 fand die Anhörung vor dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg statt – ein Jahr später, am 9. April 2024 entschied der Gerichtshof zugunsten der Klima-Seniorinnen.

Bundesrat und Parlament hatten nicht mit diesem Ausgang gerechnet. Ein Sturm der Entrüstung erreichte die Eidgenössischen Räte – sie bitten den Bundesrat, die Klage zurückzuweisen.

Bereits sind wir wieder im Sommer angelangt, der wieder rekordverdächtig ist. Bereits im letzten Sommer erlebten wir Zerstörungen, im Misox, im Maggiatal, in Walliser Tälern, in Brienzauls, und nun 2025 der Bergsturz in Blatten. Diese Naturereignisse lösen grosse Betroffenheit aus, die Glückskette springt ein – bis zum nächsten Sommer. Trotzdem waren die Eidgenössischen Parlamentarier/innen nach Verkündung des Urteils in Strassburg der Ansicht, die Schweiz tue genug für die Begrenzung des Klimawandels.

In der Neuen Zürcher Zeitung vom 27. Juni 2025 schrieb der Inland-Redaktor David Vonplon im Zusammenhang mit der Katastrophe von Blatten, dass die Klimaerwärmung im Mitteland weitaus grössere Schäden verursachen könne. Vonplon schreibt dazu:  «Auch wenn es um künftige Naturgefahrengeht, die sich mit der fortschreitenden Klimaerwärmung stellen, sollten sich die Politiker davor hüten, aus dem Bergsturz in Blatten übereilte Schlüsse zu ziehen. Ein Beispiel: Im Sommer 2023 starben hierzulande 542 Menschen an den Folgen der Hitzewelle; es war der fünftwärmste Sommer seit Messbeginn. Es handelte sich zu einem grossen Teil um vulnerable, ältere und pflegebedürftige Personen, die bereits an einer Krankheit litten, die Todesursache war jedoch stets die Hitze. Diese 542 Menschen starben einen stillen Tod. Von ihnen gab es keine imposanten Bilder, die in den sozialen Netzwerken und im Internet millionenfach geteilt wurden. Es flogen auch keine Bundesräte zu den Opfern in die Spitäler, und es meldeten sich keine Politiker zu Wort, um sich für Hilfen starkzumachen. Und das, obwohl die Hitze nüchtern betrachtet mindestens so viel Leid verursachte wie der Bergsturz im Lötschental» (Zitat David Vonplon, NZZ 27.6.2025).

Informationen: KlimaSeniorinnen Schweiz

Elisabeth Aeberli

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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