Nun wird’s wirklich manisch in den ultrakonservativ katholikalen Kreisen: Sie vertragen die Wahrheit sehr schwer, die nun eben nicht von bösen «Ungläubigen», sondern von konservativ bis höchst konservativ Eingestellten vorgetragen wird. So:
a) hat sich Kurt Koch sehr erzürnt gezeigt (gottseidank, der Kurt, den ich mochte und mag, er lebt noch, ich habe immer darauf gehofft!) und die Grenzen seiner kirchlichen Dehnbarkeit spüren lassen, indem er formulierte, dass die Suspensionen noch nicht zurückgenommen worden sind, und dass hier inhaltlich weit mehr geschehen muss.
b) hat sogar Herr Meisner (Kardinal zu Kölle) verlauten lassen, dass das Schisma noch andauert (wenn er so was sagt, dann ist das Geschirr wirklich heftig kaputt geschlagen).
Und nun schäumen sie weiter, treiben sprachlich-rassistische Kapriolen fern aller Theologie (überhaupt je studiert, oder was?) und – das ist unerhört – diskreditieren die Kirche, die sie zu lieben vorgeben.
Ich wiederhole gerne meine Überzeugung, dass etwa Hans Küng die Kirche mehr liebt als manche, die ihn hinausgeworfen haben. Ob er wohl mal einen Gedenktag gross G als Märtyrer erhält (PS: Würde ihm schon gefallen, sorry, das war zynisch!)?
(PS für Beate: Darf man denn nicht zynisch sein?)
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant