Gestern Abend der traditionelle Besuch des St.Galler Bischofs bei seinem «Heim-Dekanat», dem Dekanat St.Gallen, mit Eucharistiefeier im intimen Kreis, einfachem Znacht im Pfarreiheim Engelburg und anschliessender Aussprache. In seinem Statement kam dabei Bischof Markus auch auf die hier schon kommentierte Tagung der SBK in Lugano zum dualen Kirchensystem zu sprechen.
Zum einen bewertete er Verlauf und Ergebnis der Tagung deutlich positiver, als ich es hier tat, empfand sie sogar als Anfang eines Akzeptierens, dass das duale System für eine nächste Phase der Deutschschweizer Kirchengeschichte Not-Wendigkeit ist (das liess ja auch schon das Interview von Kurt Koch in der «NZZ am Sonntag» vermuten).
Zum andern aber machte er mich sehr aufmerksam mit einer Randbemerkung, in der er sagte, dass sich die Vertreter der römischen Zentrale auch darüber beklagt hatten, dass aus der «reichen» katholischen Schweiz (anders als etwa aus dem Bistum Köln) keine grösseren Beiträge an ihren Bedarf flössen. Wäre etwa ein (Haupt-)Motiv der Kritik an unserem bewährten System, dass sie von uns ausreichend Geld erwarten? Frage an RKZ bzw. Daniel Kosch: Könnten wir den Ärger mit einer Überweisung von so etwa Hunderttausend Franken pro Jahr gar beenden?
Non olet !?!
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant