Menschen – so zeigen etwa im Erfahrungen von Medizin und Gesundheitswesen – wollen als Personen ernst genommen werden, nicht als Objekte. Die «Apparate-Pastoral» der letzten Jahrzehnte (möglichst viele Gottesdienste an einem Wochenende, möglichst alle durch die Sakramente geschleust) hat dem nicht gedient.
Harte Kritik, wohl wahr. Wir haben uns doch so angestrengt, ausgeklügelte Konzepte entwickelt. Die Frage soll also sein: Wie werden die Menschen in unserer Pfarrei als Personen ernst genommen? Dem dienen aber Einheitslösungen für alle nicht!
Also: Taufen sollen in der Pfarrkirche und am Wasserfall stattfinden können, Hochzeiten in der kleinen Kapelle und auf der Waldlichtung. Wir sollen aufhören, den Leuten zu sagen, was ihnen sakramental gerade jetzt gut tut. Länger warten können, nicht mehr von Heils-»Notwendigkeiten» reden. Hart!
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant