Die Sehnsucht der Menschen nach lokaler Beheimatung und spiritueller Verankerung wächst in einer Zeit, die durch zunehmende Mobilität und weltweite Vernetzung geprägt ist.
Kirche hat vor Ort ihre Qualitäten zu zeigen. Das geht nicht, indem alle alles, sprich das selbe (auf meist magerem Niveau) anbieten, das geht noch weniger, indem zentralistisch irgendwo entschieden wird, wer welche Schwerpunkte setzen soll und darf. Gemeinde am Ort soll ihr eigenes Profil entdecken und fördern.
Wer Seelsorge in einem Quartier mit Mittelstand und akademischer Oberschicht betreibt, muss gute Erwachsenenbildung anbieten. Wer Seelsorger/in in einer Pfarrei mit hoher Multikulturalität und Multireligiosität ist, muss entsprechende Angebote machen. Und die Pfarreien St.Moritz, Zermatt und Gstaad können nicht gleich aussehen wie Zürich-St.Josef oder Basel-Kleinhüningen.
Eigentlich klar und doch so schwer! Bewegen sich Personalämter und Seelsorgende genug?
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant