einfach mit neuen Methoden und mit neuer Ideologie. Ich habe dies schon in einem Editorial der SKZ ausgeführt, möchte es nun aber auch im Blog weiterführen. Denn es gibt einen hardcore-Holocaust, der, der mit Händen und Waffen niedermetzelt und ausrottet, wie etwa den der SS bzw. der Hamas. Und es gibt einen geistig-ideologischen Holocaust, der zu diesen Gewalttaten die Argumentationen und Rechtfertigungen liefert. Und natürlich gibt es auch die braven Schreibtischtäter an ihren Laptops und social media-Geräten, die Adolf Eichmanns Wirken (»ich tue nur meine Pflicht») fortführen.
Anlass dazu sind natürlich die haarsträubenden und historisch wie logisch an Absurditäten sträubenden Protestaktionen mehrheitlich linker Gruppierungen wie etwa an westlichen Universitäten oder im Umfeld des ESC in Malmö. Hanna Arendt hat immer noch recht: das Böse kann unglaublich banal sein. Besetzen wir mal einen Hörsaal, schreien billigen Parolen hinterher, verehren die Massenmörder und Vergewaltiger und fühlen wir uns wohlig wohl in der Holocaust-Bubble.
Wenn es nicht schlimm wäre, wäre es ja sogar komisch mit anzusehen, wie hier Begriffe wie Apartheid, Imperialismus und Kolonialismus ideologisch gewendet und wie Opfer zu Tätern werden.
Aber: Karl Poppers «offene Gesellschaft» geht genau so vor die Hunde; Nietzsche und Hegel feiern ihre Wiedergeburt; das Recht des Stärkeren (quantitativ: fast 1,5 Mia Moslems gegen 8 Millionen Juden) und lauter Brüllenden soll allgemeines Recht bzw. Völkerrecht werden.
Ich
– lasse die Kommentarfunktion ausgeschaltet, die Diskussion brauchen wir nicht
– fordere einen Prozess gegen die Hamas und ihre Unterstützer im Sinn der Nürnberger Prozesse
– lasse die Frage offen, welche Urteile in solchen Prozessen adäquat wären
– fordere die Weltgemeinschaft auf, das Existenzrecht Israels in die UNO-Charta aufzunehmen
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant