Kleiner Zwischenkommentar

Immer wieder erstaunt es mich, wie uninformiert die Menschen bezüglich der wahren Ursachen des grossen Zerwürfnisses im Fall Röschenz-Solothurn sind. Dabei war alles in den Medien vor etlicher Zeit nachzulesen. Zwei kurze Zitate deshalb pro memoria:
«Sabos Rechtsanwalt, SP-Nationalrat Claude Janiak, bezichtigt den damaligen Personalverantwortlichen des Bistums Basel, den Denunzianten von Sabo über die vom Bistum angeordnete Begutachtung orientiert zu haben und später auch über die Tatsache, dass zwei sich widersprechende Gutachten vorlägen.» (Zitat aus dem Tagi, Mitte links stehend)
«Im September 2003 liegt das Gutachten vor, das freilich eher an die Inquisition erinnert denn an eine psychiatrische Abhandlung. Die bruchstückhaften Angaben zum Priester und zu seinen angeblichen Vergehen, die dem Arzt vorliegen, werden mit vagen Spekulationen und einem umso ausführlicheren Diskurs über das Wesen des Zölibats und die Verwerflichkeit von sexuellen Übergriffen aufgemotzt. Dabei ist völlig offen, ob solche überhaupt je stattgefunden haben. Entsprechend nebulös sind denn auch die Schlussfolgerungen: Der Gutachter äussert zwar Bedenken, hat aber grundsätzlich nichts gegen Sabos seelsorgerische Tätigkeit einzuwenden. Letztlich kann jeder aus dem Papier herauslesen, was er will. Ein vorzügliches Instrument also, um dem Priester sein Lästermaul zu stopfen, ohne ihn gleich definitiv aus dem Verkehr zu ziehen.» (Zitat aus der Weltwoche, weit rechts stehend)
Dämmert es Euch endlich, worum es wirklich geht?

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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