Immer wieder und wider besseres Wissen!

Ein Text, gefunden bei den Rechtsaussen von kreuz.net:
‘Das Bistum Regensburg muß sich gegenwärtig für einen schweren Pädophilieskandal verantworten. Der Fall begann vor fast 10 Jahren. An Ostern 1999 vergriff sich ein heute 39jähriger Priester des Bistums Regensburg sexuell an zwei Knaben (9, 12). Ein Gericht verurteilte ihn im Jahr 2000 zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung. Der frühere Kfz-Mechaniker unterzog sich einer Therapie. Scheinbar mit Erfolg. Ein psychologisches Gutachten bescheinigte dem sexuell Verdrehten Genesung. Ein weiterer Sachverständiger bestätigte das Urteil. Nach einer vierjährigen Bewährungsfrist in einem Altenheim setzte das Bistum Regensburg den vorbestraften Kinderschänder wieder in der Pfarrseelsorge ein. Der Priester kam in die Pfarrei Riekofen … Ende Juli berichteten die deutschen Medienunternehmen über den wegen Kindesmißbrauchs vorbestraften Pfarradministrator. Die Pfarrei erfuhr von der Presse über die Vergangenheit ihres Geistlichen. Das Regensburger Ordinariat verteidigte die zweite Chance. Schließlich sei der Knabenschänder geheilt. In der Pfarrei Riekofen war der Seelsorger offenbar beliebt. Dort starteten Gläubige eine Unterschriftenkampagne für den Priester. Doch am letzten Donnerstag platzte die Bombe. Der Priester wurde erneut wegen sexuellen Mißbrauchs verhaftet. Er soll einen 12jährigen Jugendlichen zwischen 2003 bis 2006 geschändet haben. Das Bistum Regensburg suspendierte den Priester mit sofortiger Wirkung. Der Geistliche erlitt einen Nervenzusammenbruch. Am Sonntag ließ der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller in der Pfarrei Riekhofen einen Brief verlesen. Er bat, keine vorschnellen Urteile zu fällen. Die Aufklärung des Falls liege in den Händen der Justiz. Den Betroffenen sprach Mons. Müller sein tiefstes Mitgefühl aus … Der Bürgermeister von Riekofen, Armin Gerl, warf der Kirchenleitung am Sonntag Versagen vor: «Die Schuld muß man dem Ordinariat geben. Gleichzeitig erklärte der Bürgermeister, daß der Knabenschänder «ein guter Pfarrer» gewesen sei: «Jetzt ist er nur noch ein armer Teufel.»‘
Da kann man nur laut aufschreien! Solches war/ist alles absehbar. Es ist absehbar, dass die Diözesen beim riesigen Priestermangel anderthalb Augen zudrücken, wen sie weihen, wen sie in die Pfarreiseelsorge schicken. Es ist absehbar, dass es zu psychologischen Gefälligkeitsgutachten kommt, wenn nicht (wie bei uns in den Diözesen Basel und St.Gallen) streng unabhängig gearbeitet wird. Und es bleiben wirklich zwei Gruppen von Opfern: Die Kinder/Jugendlichen und – der Bürgermeister hat recht – die Täter, die Priester. Opfer eines Systems, das bewusst fordert/fördert, dass junge Männer nicht zu ihrer sexuellen Identität stehen, nicht stehen sollen und dürfen!

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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