Stolper-Stolper-Stein

Der Prozess LOS und die Bildung von Seelsorgeeinheiten im Dekanat St.Gallen hat durch den Startgottesdienst vom 6.Mai zwar Antrieb und sicherlich mehr ihn positiv Begleitende erhalten, doch wurde er (und auch etwas die Motivation der Engagierten) gebremst durch Kirchbürgerversammlungen in Pfarreien der geplanten Seelsorgeeinheit St.Gallen Zentrum. Dort hätte auf Grundlage der diözesanen Richtlinien für die Bildung der Seelsorgeeinheiten der selbe Priester zum kirchenrechtlichen Pfarrer aller Pfarreien gewählt werden sollen, obwohl der bisherige Pfarrer immer noch anwesend, wohnhaft und am Wirken war. Die Kirchbürger/innen konnten der sehr theoretischen Konstruktion, dass es pro Einheit nur einen kirchenrechtlichen Pfarrer geben dürfe und darum auch bisherige Pfarrer zu demissionieren hätten, nichts abgewinnen und wählten im einen Fall den Vorgeschlagenen nicht. Im zweiten wurde die Wahl angesichts der Stimmung in der Versammlung zurückgestellt.Was lernen wir daraus? Im Zweifel für den Menschen, nicht für das Gesetz. Und: Es gilt, den immer wenigeren Priestern, die noch zur Verfügung stehen und die in immer mehr Pfarreien wirken sollen, Sorge zu tragen.

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

https://www.blogs-kath.ch/stolper-stolper-stein/