Schon mehrmals zitierte ich hier einige Abschnitte aus Christiane Florins Buch «Trotzdem! Wie ich versuche, katholisch zu bleiben.» Die Zahl der Visits lag jeweils weit über dem Durchschnitt. Hier zum Schluss noch einige Zitate:
Papst Franziskus
Die Autorin meinte, die Machtverhältnisse im Vatikan seien «unklar». Doch: «Der aktuelle Papst wird als Flüchtlingsfreund in die Häretiker-Ecke gestellt. Einfach ignorieren kann nicht einmal der formal absolute Herrscher diese Vorwürfe. Ab und an glaubt er, seinen Gegnern eine Freude machen zu müssen. Dann schimpft er gegen Gender, ein Wort, das er erkennbar nur vom Hörensagen kennt. Dann bezeichnet er einen Schwangerschaftsabbruch als ›Auftragsmord’.»
Sein erstes Schreiben «Evangelii Gaudium» lese sich «so herrschaftskritisch, wie man es einem Herrscher nicht zugetraut hätte». «Doch auch ein Monarch andern Typs bleibt ein Monarch, auch Franziskus ist ein Mann des Systems.»
Selbständige Schafe
Christiane Florin hat ihr Buch mit dem Bild der Gläubigen als Schafe begonnen. Sie nimmt auf der letzten Seite den Vergleich nochmals auf: «Im Kursbuch ›Revolte 2020’ finde ich die eigensinnige Interpretation von den 99 plus eins Schafen. Das eine Schaf, das der Herde abhandenkommt, ist nicht verloren. Es ist besonders neugierig und selbstständig.»
Ich wünsche euch allen eine solche Neugierde und Selbständigkeit.
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.blogs-kath.ch/wie-ist-papst-franziskus-einzuschaetzen/