1. Habemus Franziskum

Die Papstwahl war das am meisten diskutierte Thema der letzten Woche. Persönlich habe ich Hoffnung und Vertrauen in Papst Franziskus.  Wegen Dies aus  zwei Gründen. Zuerst wegen seiner Namenswahl Franziskus; Franziskus, der berühmteste katholische Heilige und Neu-Denker und Neu-Spürer. Zweitens,  seine Art, wie er schon als Kardinal und Erzbischof von Buenes Aires viele aktuelle wirkliche Probleme und Fragen behandelte.
Letzter Samstag, bei der Pressekonferenz hat er seine Namenswahl erwähnt. Der frühere Erzbischof von São Paolo, Claudio Hummes, ein guter alter Freund, habe ihn, als sich seine Wahl abgezeichnet habe, dazu ermahnt, die Armen nicht zu vergessen. «Das Wort die Armen, ist hier in mich hineingelegt», sagte Papst Franziskus weiter, auf den Kopf tippend. «Es war dann, dass ich an den heiligen Franziskus gedacht habe. Und dann dachte ich an Kriege und Frieden, und das ist, wie der Name Franziskus zu mir kam – ein Mann des Friedens, ein armer Mann … und wie ich möchte, eine Kirche der Armen, für die Armen.»
Die Zeit von Franziskus war eine schwierige Zeit für die Kirche, mit Kreuzzügen und eine reiche Kirche, die mehr an Jesus als den König oder König der Könige dachte. An dieser Stelle hat Franziskus Jesus als den Armen gelebt.
Hauptsächlich dürfen wir Bruder Franziskus und seine eigene Art, wie er Jesus auf den Boden der Erde brachte oder der Welt zeigte betrachten. Ich versuche diese Ideale von Bruder Franziskus mit dem jetzigen Papst zu verknüpfen. Bruder Franziskus hat seine Verfolger Mitbrüder genannt und für ihn war die ganze Natur, alle Tiere und alles im Universum seine Brüder oder Schwestern. Papst Franziskus hat diese Art auch gezeigt als er die Kardinäle als ‹meine Brüder› anredete statt ‹Herren Kardinäle’.
Bruder Franziskus wollte nicht in Palästen wohnen und er war ein Bettelbruder. Er hat ein ganz einfaches und demütiges Leben geführt. Er wollte nicht ein Teil der Hierarchie der Kirche werden, weil damals die Hierarchie der Kirche in Reichtum lebte. Er wollte einfach so arm und auf der Ebene von normalen Leuten leben und auch das durch sein Leben zeigen, dass Jesus auch arm war. Und die beste Predigt ist, das der ganzen Welt durch sein Leben und das Leben von seinen Mitbrüdern zu zeigen. Papst Franziskus hat auch als Erzbischof und Kardinal, sich so in seiner Welt und in seinem Land vorbildlich gezeigt. Er hat selber in einer ganz einfachen Wohnung oder Apartment gewohnt, ist mit den veröffentlichen Verkehrsmitteln gereist hat sein Essen selber und ohne Angestellte gekocht. Einmal sind Bruder Franziskus und sein Mitbruder Masseo auf den Markt zum Predigen gegangen. Und Franziskus ist stundenlang mit seinen Händen in der Kutte und mit der Kapuze auf dem Kopf herumgelaufen, ohne ein Wort zu sagen. Dann hat er Bruder Masseo gesagt «nun gehen wir nach Hause». Masseo erwiderte Franziskus, wir haben gar nichts zu den Leuten gesagt, gar nichts von Jesus erzählt und sein Evangelium nicht verkündigt. Bruder Franziskus sagte daraufhin, unser Leben ist unsere Predigt und wir haben das hier gezeigt. Franziskus hat immer seinen Mitbrüdern widerholt, nur wenn etwas dringend und unklar ist, mit Worten zu predigen. Wenige Worte, mehr Jesus leben. Wir wissen schon, das unsere Kinder mehr von dem Leben ihrer Eltern lernen und nicht von ihren Worten. Wenn es umgekehrt wäre, könnten unsere Kinder perfekte Menschen, nach unseren Vorstellungen, werden. Ich hoffe, dass Papst Franziskus mit seinem Leben der Welt zeigen will, wie früher, wie Jesus zu leben.

George Francis Xavier

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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