Es ist keine Überraschung für die Katholiken zu wissen, dass Papst Benedikt sehr konservativ ist, und er will nicht, dass jemand des progressiven Denkens, eine Führungsrolle übernimmt. Die beiden Entscheidungen, die er gestern traf, provozieren mich ein wenig nachzudenken. Es ist schwierig diese Entscheidungen in meinem Herz anzunehmen. Nach der Bekanntgabe seiner Entscheidung, das Papsttum zu verlassen und kurz vor dem Zeitpunkt zum Ende seiner Amtszeit machte er hastig diese Entscheidungen. Ich beziehe mich auf die Entscheidung der Beschleunigung des bereits beschlossenen Rücktritts des einsamen Kardinals aus England vom 17. März auf den 25. Februar und dann die Änderung der Regeln für das Konklave. Nun könne das Kardinalskollegium den Beginn der Papstwahl vorziehen, sofern alle Kardinäle in Rom anwesend seien. Er hat die Macht, dies zu tun, aber das Timing und die Absicht dahinter ist sehr zweifelhaft. Vor zwei Tagen hat Kardinal Keith O’Brien in einem Interview in BBC bekannt gemacht, dass unter dem neuen Papst die Priester heiraten dürfen. Weiter hat er gesagt, dass er selber dieses Thema unter den Kardinälen initiieren wird, wenn er am 1. März in Rom ankommt. Er hat auch den Grund und die Theologie erklärt. Die andere Bischöfe aus England haben ihn ermutigt. Nun hat der Papst das bereits beschlossene Datum seines Rücktritts auf der Basis einiger «sexuellen Vorwürfe» vom 17. März zu gestern vorschoben (antizipiert) und so kann er nicht in diesem Konklave teilnehmen. So haben die britischen Katholiken keinen Vertreter in diesem Konklave der Papstwahl. Die zweite Entscheidung, das Konklave ohne Verzögerung zu antizipieren, wurde am selben Tag getroffen. Meine subjektiven Schlussfolgerungen sind, dass Papst Benedikt, der als starker Gegner jeder Progressivität bekannt ist und sein ganzes Leben für die Regeln und Traditionen der Kirche einsetzte – ohne Initiieren und einleiten einiger Überlegungen und Deliberation zu den aktuellen Themen widmete, die die Kirche in diesem Jahrhundert zu bewältigen hätte. Er will keine neuen und schon gar keine umstrittenen progressiven Ideen unter den ausgewählten (nach seinem Plan) Kardinälen erlauben, welche ein Kardinal einbringen oder initiieren könnte. Die Abwesenheit von Kardinal Keith O’Brien garantiert ihm, dass keine solchen Bewegungen stattfinden und durch die Antizipation des Konklaves stellt er sicher, dass keine zusätzlichen Tage für weitere Überlegungen gegeben würden. Bis zu seinem letzten Atemzug versucht er sein Bestes, um die lang ersehnten Lösungen für der verschiedenen Probleme zu verzögern. Es ist Zeit um bei Gott durch heiligen Geist zu intervenieren.
George Francis Xavier
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant