Im unmittelbaren Vorfeld der vierten Konzilssession veröffentlicht Papst Paul VI. am 3. September 1965 die Enzyklika Mysterium fidei. Ihr Thema ist die Lehre über die Eucharistie mit einer besonderen Betonung der eucharistischen Anbetung. Betont wird die (scholastische) Tradition der Kirche, die gegenüber theologischen Bemühungen um eine Erneuerung der Eucharistietheologie verteidigt wird.
Die Enzyklika nimmt auf das Konzil Bezug und würdigt, dass dieses dem Mysterium der Eucharistie «ein neues und feierliches Bekenntnis des Glaubens und der anbetenden Verehrung gewidmet hat». Allerdings werden die Akzente, welche das Konzil in Anknüpfung an die Liturgische Bewegung gesetzt hatte, nicht adäquat aufgenommen.
Für viele Konzilsväter irritierend war auch diese «neue Bekräftigung der Autorität des Papstes gegenüber dem Konzil» (Giovanni Turbanti; in: A 5,37).
(emf)
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