Zur Konzilserfahrung, Weltkirche zu sein, trugen ganz wesentlich die Begegnungen während der vier Konzilssessionen bei. Eberhard Mühlbacher erinnert sich, dass sein Rottenburger Bischof Carl Joseph Leiprecht gute Kontakte mit den Bischöfen knüpfte, die in der Konzilsaula in seiner Nähe sassen. Konkret denkt er an zwei Missionsbischöfe. «Der eine davon ein Schwabe namens Eberhard Spiess, Benediktiner-Abtbischof von Peramiho, der andere war Viktor Hälg, ein Schweizer aus der Diözese St. Gallen. Die beiden waren beim Konzil Nachbarn meines Bischofs, und beide haben gesagt: ‹Wenn das Konzil aus ist, kommst du uns besuchen. Du musst es mal vor Ort sehen, wie wir arbeiten, was wir tun.› Dieser Besuch hat stattgefunden. 1965, am 8. Dezember, war das Konzil zu Ende, wir sind dann 1966 nach Ostern nach Tansania und Südafrika gereist.»
Im Falle Mühlbachers stehen diese Konzilsbegegnungen am Beginn eines lebenslangen Engagements für weltkirchliche Zusammenarbeit.
(mq; Zitat: Eine Kirche, die zuhören lernt. Konzilserfahrungen. Eberhard Mühlbacher im Gespräch mit Michael Felder. In: Eberhard Mühlbacher, Immer nur Vikar. Ein ungewöhnlicher Lebensweg. Ostfildern, Schwabenverlag 2014, 209-274, 257).
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