Vierzig Bischöfe legen ein Gelübde ab – Katakombenpakt 1965

Gut drei Wochen vor Ende des Konzils, am 16. November 1965, legen 40 Bischöfe, unter ihnen Dom Helder Camara, ein Gelübde ab. Darin legen sie fest, was sie nach dem Konzil in ihrem Leben ändern wollen. 500 Bischöfe werden sich später dem sog. «Katakombenpakt» anschliessen. Der Katakombenpakt wird so zu einem Startschuss für die Realisierung der «Kirche der Armen» nach dem Konzil. In den folgenden Tagen wird der Text des Katakombenpaktes im Konzilsblog in fünf Abschnitten dokumentiert:  Serie Katakombenpakt (1/5)
«Als Bischöfe,

die sich zum Zweiten Vatikanischen Konzil versammelt haben;
die sich dessen bewusst geworden sind, wie viel ihnen noch fehlt, um ein dem Evangelium entsprechendes Leben in Armut zu führen;
die sich gegenseitig darin bestärkt haben, gemeinsam zu handeln, um Eigenbrötlerei und Selbstgerechtigkeit zu vermeiden;
die sich ein wissen mit all ihren Brüdern im Bischofsamt;
die vor allem aber darauf vertrauen, durch die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sowie durch das Gebet der Gläubigen und Priester unserer Diözesen bestärkt zu werden; die in Denken und Beten vor die Heilige Dreifaltigkeit, vor die Kirche Christi, vor die Priester und Gläubigen unserer Diözesen hintreten,

nehmen wir in Demut und der eigenen Schwachheit bewusst, aber auch mit aller Entschiedenheit und all der Kraft, die Gottes Gnade uns zukommen lassen will, die folgenden Verpflichtungen auf uns:
1. Wir werden uns bemühen, so zu leben, wie die Menschen um uns her üblicherweise leben, im Hinblick auf Wohnung, Essen, Verkehrsmittel und allem, was sich daraus ergibt. (vgl. Mt  5,13; 6,33f;8,20)»
(Fortsetzung folgt.)
(Katakombenpakt, Übersetzung aus dem Spanischen: Norbert Arntz;
http://www.pro-konzil.de/katakombenpakt-fur-eine-dienende-und-arme-kirche/; ab)

Konzilsblogteam

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