Am 1. Juli 1965 wurde Augustin Kardinal Bea von Paul VI. empfangen. Er bat dabei unter anderem, dass sich die Päpstlichen Nuntien und Delegaten im Nahen Osten darum bemühen, diese Länder auf die Entscheidungen des Konzils hinsichtlich der zu erwartenden veränderten Haltung der Kirche zu den Juden und zu anderen nichtchristlichen Religionen vorzubereiten, «einzustimmen» (vgl. Konzilsblog vom 3., 8. und 12. Mai 2015).
Aber Bea vertraute nicht nur auf die Hilfe des Papstes, sondern von noch weiter oben. Den Schwestern Unserer Lieben Frau vom Zion vertraute er später an: «Im Juli 1965 hielten die Schwierigkeiten und Feindseligkeiten im Nahen Osten noch immer an. Deshalb beschloss ich, zweitausend heilige Messen für dieses grosse Anliegen feiern zu lassen. Gegen Monatsende gab es die ersten Anzeichen dafür, dass der Herr diese Bitte erhört hatte. Die katholischen orientalischen Patriarchen akzeptierten grundsätzlich, wenn auch mit gewissen Vorbehalten den neuen Text.» Dies geschah folgendermassen: Mitte Juli begab sich eine kleine Delegation des Einheitssekretariats in den Nahen Osten, um den katholischen orientalischen Patriarchen für «Nostra aetate» zu gewinnen. Diese reagierten nun zum ersten Mal positiv auf das Anliegen und wünschten nur kleine Änderungen.
(ufw; Schm 662 f.)
Konzilsblogteam
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