In der für den Entwurf der Offenbarungskommission zuständigen Subkommission überwog die Meinung, dass an dem mühsam Erreichten nicht mehr gerüttelt werden sollte. Unklar war jedoch, wie mit den zahlreichen Verbesserungsvorschlägen («modi») umgegangen werden sollte. Die Subkommission unter der Leitung von Erzbischof Florit entschied, einen ausführlichen Bericht zu verfassen, der den Konzilsvätern zugänglich gemacht wurde.
Insbesondere Erzbischof Florit, der offizielle Berichterstatter, trat dafür ein, dass die ausgewogene Balance der Positionen nicht mehr in Frage gestellt werden solle. Trotz einer klaren Entscheidung der Koordinierungskommission, den vorliegenden Entwurf nicht mehr grundsätzlich in Frage stellen zu lassen, blieb die Befürchtung, die Diskussion könne wieder von Neuem beginnen. So schrieb Bischof Charue im Mai 1965 an Erzbischof Florit, Kardinal Ottaviani und Kardinal Lienart hätten zugesichert, dass es keine weitere grundsätzliche Diskussion mehr geben werde.
Als Erzbischof Florit Ende des Monats Juli 1965 Umberto Betti, den Sekretär der Subkommission (später im Jahr 2007 kurz vor seinem Tod zum Kardinal ernannt), in La Verna besuchte, um mit ihm den für die Konzilsväter vorgesehenen Bericht sowie die Stellungnahme zum Angriff des «Internationalen Vereinigung» zu diskutieren, plädierte Betti für ruhige Gelassenheit und sagte: «Ich komme zu der Überzeugung, dass es besser ist, sich jeder Intervention zu enthalten, um Misstönen nicht zu viel Bedeutung zu verleihen.» Diese Linie wurde von den für den Text der Offenbarungskonstitution Verantwortlichen auch im September 1965, als die vierte Sitzungsperiode des Konzils begann, beibehalten.
(Hanjo Sauer)
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