Priester und Bischöfe

«Die Bischöfe haben also wegen der Gabe des Heiligen Geistes, die den Presbytern in der heiligen Weihe verliehen wurde, jene als notwendige Helfer und Ratgeber im Dienst und Amt, das Volk Gottes zu lehren, zu heiligen und zu weiden.» (PO 7.1)
Wie stehen Priester und Bischöfe zueinander? Diese Frage stellt sich immer wieder neu in der Praxis der Kirche. Im Kapitel 7 wird dies schon in den verschiedenen Zuschreibungen deutlich:
–        Anteil am gemeinsamen Priesteramt (idemque sacerdotium) zwischen Bischof (episcopus) und Priester (presbyter)
–        Helfer (adiutores)
–        Ratgeber (consiliarius)
–        Dienst: ministerium
–        Amt: munus
–        Leiten: gubernare
–        Priester als Bruder (frater) und Freund (amicus) des Bischofs
–        Priester nur in Gemeinschaft mit anderen (viribus unitis cum aliis Presbyteris)
Der Text bietet eine Zusammenschau, die als Argumentationshilfe für etliche Kooperationskonzepte brauchbar ist, der zugleich jedoch auch durch die Verteilung unterschiedlicher Gewichte auf einzelne Begriffe Differenzen öffnet: ist der Priester nun mehr Helfer oder mehr Freund des Bischofs?
Auch zur Gewissenserforschung für die Träger dieser Ämter kann der Text dienen: Wie sieht es aus, mit der Gemeinschaft, mit der Leitungskultur, der Beratung und der nötigen Nähe zwischen Freunden?
(Richard Hartmann)

Konzilsblogteam

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