Nach der Zeit der Kommissionsarbeiten beginnt am 10. Mai 1965 am Sekretariat für die Förderung der Einheit der Christen eine Vollversammlung. Kardinal Augustin Bea gibt Bericht über die Ereignisse der zurückliegenden Zeit, darunter die Zusammenkunft der Gemischten Arbeitsgruppe in Genf im Januar und der Besuch bei Patriarch Athenagoras in Konstantinopel. Auch erwähnt er seine Audienz bei Papst Paul VI. (vgl. http://www.kirchenblogs.ch/d/blogs/konzilsblog/m126414), der aber die Arbeit des Sekretariats in Freiheit geschehen lassen wolle. Die von Paul VI. gewünschten Veränderungen werden einige Tage später im Detail besprochen (vgl. A 4,655 f.).
Wie sehr die Beteiligten in einer schwierigen Situation für die Erklärung über die nichtchristlichen Religionen hin- und hergerissen sind, zeigt Congars Notiz über eine Gespräch nach der Sitzung: Bea habe ihm gesagt, dass er Congars früher bereits geäusserten Vorschlag, die Erklärung durch einen kurzen und allgemeinen Text zu ersetzen, begrüsse. Congar seinerseits hat inzwischen seine Meinung geändert. Er habe darüber noch weiter nachgedacht und halte es nun für besser, auf eine formelle Promulgation zu verzichten und den bisherigen Text, über den man ja bereits eine vorläufige Abstimmung gehalten habe, als Orientierung für die Weiterarbeit zu nehmen.
(emf; vgl. Co 2,374–378.)
Konzilsblogteam
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.blogs-kath.ch/vollversammlung-des-einheitssekretariates/