Waffen für Bürgerkriegsländer

Waffen – für den Nichtgebrauch …

Es sei ihm egal, ob eine Schraube für einen Traktor oder einen Panzer hergestellt werde. Hauptsache Jobs, Jobs… So wird dem abtretenden Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann nachgesagt. Wohl zu Recht. Denn seit einigen Monaten kämpft er dafür, dass Waffen auch in Bürgerkriegsländer ausgeführt werden dürfen. Falls die Länder versprechen, dass sie nicht zum Einsatz kommen. Eine etwas seltsame Begründung. So etwa wie: «Wir verkaufen euch Kochtöpfe. Aber ihr dürft sie nicht zum Kochen brauchen, auch wenn ihr Hunger habt.»

Zwischenbemerkung: Der Bundesrat ist mir nicht ganz unsympathisch. Vor allem seit er an einer Konferenz von über 300 Aviatic-Fachleuten meinen Aphorismus zitiert hat: «Wer fliegen will, darf nicht Angst haben, den Boden zu verlassen.»

Zurück zum Thema Waffen: Ich habe die aktuelle Diskussion über Waffenausfuhr zum Anlass genommen, wieder einmal im Buch von Willy Brandt zu blättern: Der organisierte Wahnsinn. Wettrüsten und Welthunger.(1985) Daraus  einige immer noch bedenkenswerte Sätze:

Nach diesem letzten Satz vom grossen Willy zurück an den Anfang unseres Textes: Auch mit der Produktion von Schrauben für Traktoren statt für Panzer kann man Jobs retten. Es geht hier um (Rüstungs)Konversion. Wobei Konversion ein durchaus theologischer Begriff ist. Er bedeutet Umkehr, Bekehrung!

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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