Delikate Themen

Um rechtzeitig zu sondieren, ob gewisse Texte die Unterstützung von Papst Paul VI. haben würden, werden einzelne Fragen diesem vorab vorgetragen.
Ein Beispiel dafür betrifft eine Erwähnung von Galileo Galilei im Text von Schema XIII. Der Papst meint, der Fall solle nicht erwähnt werden, gibt aber zu erkennen, dass er selbst in dieser Sache etwas unternehmen wolle, und bittet um Vorschläge. Congar sinniert, dass es am einfachsten wäre, einen wissenschaftlichen Kongress zum Anlass für eine Rede zu nehmen (vgl. Co 2,327) – was Papst Johannes Paul II. dann tun wird.
Eine weitere Vorabklärung betrifft die Frage, ob man im Text von Schema XIII erwähnen solle, dass die Kirche manchmal zu sehr Freundin der Reichen gewesen sei. Der Papst habe geantwortet: «Das ist delikat auszudrücken, aber es ist notwendig, es zu sagen» (Co 2,332). GS 76 wird erklären, dass die Kirche sich des Zeitlichen bedient, soweit es ihre eigene Sendung erfordert. Damit verbunden wird in einer etwas anderen Perspektive die Absichtserklärung, dass die Kirche ihre Hoffnung nicht auf Privilegien setzt, die ihr von der staatlichen Autorität angeboten werden.
(emf)

Konzilsblogteam

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