Die neu zusammengestellte Kommission für das Missionsdekret trifft sich in einem Haus der Steyler Missionare (SVD: Societas Verbi Divini) am Lago di Nemi (heute: Centro ad Gentes: http://www.adgentes.net/index.html). Nach der anstrengenden Reise wird Congar am Flughafen vom Chauffeur P. Johann Schüttes erwartet, der ihn begrüsst: «Es ist besser, spät anzukommen als gar nicht» (Co 2,297).
Congar findet ein wunderschönes, sehr bequemes Haus mit 40 Zimmern vor. Die Begrüssung ist exzellent: Apéro mit Zigarren. Einen Tag später gibt Congar zu, dass er sich dabei ertappt, der Zufriedenheit über einen derart vollkommenen Service und Komfort nachzugeben (vgl. Co 2,299). P. Schütte, der Generalobere (zu ihm übermorgen mehr), sei ein dynamischer Mann, präzise, sehr angenehm und sehr aufmerksam für seine Gäste.
Andererseits kommt er beim Blick über den See ins Sinnieren, dass er «eigentlich» in Brüssel sein müsste für einen Vortrag. «Solange das Konzil nicht beendet ist, werde ich bei einer ganzen Reihe von Gelegenheiten ausfallen. Aber man muss dort arbeiten, wo die Prioritäten der Aufgaben uns hinstellen» (Co 2,299).
Und gearbeitet wird! Texte werden durchgesehen, diskutiert, einzelne Mitglieder geschickt, neue Texte zu schreiben, die etwas später wieder beraten werden.
(emf)
Konzilsblogteam
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