Anders als bei früheren Bischofssynoden wurden die Redebeiträge der Bischöfe während der aktuellen Synode nicht veröffentlicht. Beim täglichen Pressebriefing wurden lediglich Gesprächsthemen und Tendenzen beschrieben, ohne sie Namen zuzuordnen. Anders ist es mit den Redebeiträgen der Laien, deren Aussagen zwar auch nicht im Wortlaut, aber doch in namentlicher Zuordnung und detaillierter bekannt wurden. Die Voten von Ehepaaren leiteten die Synodensitzungen der ersten Woche ein.
Vergegenwärtigt man sich, wie hoch die Schwelle beim Konzil war, bis die Rede eines Laienauditors zugelassen wurde, so ist der hohe Stellenwert der zur Synode 2014 eingeladenen Laien und ihrer Erfahrungen sehr erfreulich. Auf dem Konzil kam erstmals am 2. Oktober 1963 ein Laie zu Gehör, allerdings nur durch ein von einem Bischof verlesenes Grusswort, das von vielen als blosse Ergebenheitsadresse gehört wurde.
Etwa ein Jahr später, am 13. Oktober 1964, sprach in der Konzilsaula der Laienauditor Patrick Keegan, Präsident des World Movement of Christian Workers, am Ende der Diskussion zur Textvorlage über das Laienapostolat. Auch seine Worte (englischsprachig; vgl. AS 3/4,220-222) blieben eher allgemein. Congar registrierte allerdings, dass er das Schema als «Etappe» bezeichnete und weniger es selbst denn die Diskussion darüber lobte. Ein weiterer Laie, James Norris, Präsident der Internationalen katholischen Kommission für die Migration, leitete am 5. November 1964 die Debatte über das Thema Armut und menschliche Solidarität der Völkerfamilie ein.
(emf)
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