«Die Lehre des Konzils über die Ehe ist Frucht intensiver Arbeit und vieler, z.T. heftig und kontrovers geführter Diskussionen unter den Mitgliedern einer eigenen Subkommission für Ehe und Familie innerhalb der Gemischten Kommission für das ‹Schema XIII›, sowie bei den Konzilssitzungen selbst. Die Konzilsväter haben die Ehe neu beurteilt und eine funktionalistische Sicht der Sexualität überwunden, wonach diese primär auf die Zeugung von Nachkommen hin geordnet sei».
Dieses Urteil Martin Lintners bezieht sich nicht zuletzt auf die bemerkenswerten Worte in GS 51: «Die geschlechtliche Anlage des Menschen und seine menschliche Zeugungsfähigkeit überragen in wunderbarer Weise all das, was es Entsprechendes auf niedrigeren Stufen des Lebens gibt. Deshalb sind auch die dem ehelichen Leben eigenen Akte, die entsprechend der wahren menschlichen Würde gestaltet sind, zu achten und zu ehren» (GS 51).
(Martin Lintner: Humanae vitae: eine genealogisch-historische Studie. In: Jörg Ernesti [Hrsg.]: Paolo VI e la crisi postconciliare. Giornate di Studio a Bressanone, 25–26 febbraio 2012 / Paul VI. und die nachkonziliare Krise. Studientage in Brixen, 25.–26. Februar 2012. Brescia 2013 [Pubblicazioni dell›Istituto Paolo VI. 32], 16–53; emf)
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